Strom-News
VorwürfeDie Biogasbranche wehrt sich vehement gegen Vorwürfe, Biogasanlagen seien schuld an höheren Kartoffelpreisen. In der vergangenen Woche hatte der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) mit dem Verweis auf steigende Pachtpreise eine entsprechende Meldung verbreitet.
Berlin (red) - Schlagzeilen wie "Biogasanlagen machen Pommes teurer" waren die Folge. "Der Vorwurf ist unhaltbar und gefährdet die Arbeitsplätze einer Branche, die entscheidend zur klimafreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung sowie zur Wertschöpfung im ländlichen Raum beiträgt", erklärte Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrates, und forderte die Kartoffelindustrie zum konstruktiven Dialog auf. Eine Verunglimpfung der Biogasbranche und eine Verunsicherung der Verbraucher wegen eines Preisanstiegs von einem Cent pro Kilogramm Kartoffeln sei "nicht förderlich".
Bislang gebe es keinen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen der Errichtung von Biogasanlagen und dem Anstieg des Pachtpreisniveaus, so Schultz mit Bezug auf eine Umfrage des schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministeriums vom Sommer 2009. Selbst in Regionen mit einer hohen Konzentration an Biogasanlagen hatten betroffene Landwirte in der Befragung in erster Linie die zunehmende Zahl großer Betriebe, hohe Viehbesatzdichten sowie den vergangenen "Boom" in der Landwirtschaft als Ursachen für den Anstieg der Pachtpreise genannt. In vielen Regionen mit hohen Pachtpreisen war zudem bereits ohne Biogas ein hohes Preisniveau gegeben, wie vergangene Erhebungen belegten.
"Das vergangene Preishoch auf den Agrarrohstoffmärkten hat ganz klar dazu beigetragen, dass viele landwirtschaftliche Betriebe durch höhere Erlöse in der Lage waren, höhere Pachten zu zahlen. Dies hat einen Preisauftrieb bei Ackerflächen verursacht", so Biogasrat-Geschäftsführer Schultz. Der Biogasbranche dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben, sei unredlich, zumal Biogasanlagenbetreiber in der Summe nur drei Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche für den Anbau von Biogaspflanzen zur Biogaserzeugung nutzten.
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Hallenbäder sollen nach dem Willen der Bundesregierung künftig deutlich weniger Energie als bisher verbrauchen. Als Musterprojekt fördert das Umweltministerium ein neues Energiespar-Hallenbad im nordrhein-westfälischen Lünen mit rund 1,5 Millionen Euro, wie das Ministerium am Montag mitteilte.
Was in der Biotonne landet, wird vielerorts zur Stromgewinnung genutzt. Der Markt für diese Art der Stromgewinnung wächst in ganz Europa. In Bayern werden bereits fünf Biomüll-Kraftwerke betrieben, und seit vergangenem Jahr ist ein Kraftwerk im Main-Taunus-Kreis am Netz. Inzwischen finden sogar Anlageberater Biostrom interessant.
Auf der Insel Rügen hat der Bau einer neuartigen Biogasanlage begonnen. Die rund 2,3 Millionen Euro teure Anlage zur Gasproduktion werde in Rambin von der Technologiefirma C4 Energie AG errichtet, teilten die Betreiber am Mittwoch mit. Das Projekt wird vom Land mit 600.000 Euro gefördert.
Ein weiterer Energieversorger will auf dem Gasmarkt, welcher immer mehr in Bewegung kommt, Fuß fassen. Dabei handelt es sich um den Ökostromanbieter naturstrom, welcher nun bundesweit einen CO2-freien Gastarif mit einem Biogas-Anteil von bis zu 100 Prozent anbietet.
Zum 1. August hin wird der Verbrauchspreis von LichtBlicks Erdgas-Biogas-Produkt um 14,7 Prozent verringert. Als Grund für diese Preissenkung nennt LichtBlick die niedrigen Bezugspreise für Erdgas. Der Preis für den LichtBlick-Ökostrom bleibt entgegen dem Markttrend unverändert.
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