Aus Mist wird Energie

Biogasanlage im Tierpark Hellabrunn

Aus Futterresten und Tiermist sollen im Münchner Tierpark Hellabrunn künftig Strom und Wärme erzeugt werden. Wie die Stadtwerke München (SWM) mitteilen, wurde gestern in dem Zoo der Grundstein für eine hochmoderne Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk (BHKW) gelegt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (red) - Der Ausgangsstoff zur Biogas-Gewinnung geht dem Tierpark so schnell nicht aus: Jährlich fallen rund 2.000 Tonnen Bioabfall an. Das sind zum einen die biologischen pflanzlichen Futterreste, zum anderen ist es der Mist der pflanzenfressenden Zoobewohner – einen nicht unerheblichen Anteil steuern die Elefanten bei. Dieses Substrat wird in den Faulräumen der Biogasanlage vergoren. Das dabei entstehende Biogas wird in einen Speicher abgeleitet und dient dann als Brennstoff für das BHKW. Dort wird es in einem modernen Biogasmotor mit aufwändiger Motorsteuerung verbrannt und der erzeugte Strom ins SWM-Netz eingespeist. Mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt das BHKW neben Elektrizität auch Wärme, die zu 70 Prozent im Heiznetz des Tierparks genutzt wird. Die Anlage soll im Dezember in Betrieb gehen.

Prof. Dr. Henning Wiesner, Vorstandsvorsitzender der Münchener Tierpark Hellabrunn AG: "Diese für uns neue Art der Energiegewinnung aus dem betriebseigenen Mist unter Entlastung der Umwelt passt bestens zu unserem 'Tier-Natur-und Artenschutzkonzept', dessen neues Zentrum noch in diesem Jahr eröffnet wird." Finanziert wird die Anlage aus dem "M-Natur"-Ökostrom-Anteil.

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