Innovativ

Biegsame Solarzellen zum Mitnehmen geplant

Das Dresdner Unternehmen Heliatek will im kommenden Jahr roll- und biegbare Solarzellen auf den Markt bringen. Die Module sollen sowohl für einen Einsatz "to go" nutzbar sein, etwa in Schwellenländern - sie können aber auch wie gehabt auf Dächern montiert werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (dapd/red) - Ab Januar 2012 soll die Produktion der weniger als einen Millimeter dicken Solarenergie Einheiten beginnen, wie der Technische Geschäftsführer, Martin Pfeiffer, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd sagte. Eine unter Vakuum auf PET-Folie aufgebrachte organische Farbstoffschicht mache die Module leicht, robust und flexibel.

Pfeiffer zufolge können die Folien beispielsweise an Außenflächen von Taschen angebracht werden. Über einen Stecker lasse sich dann zum Beispiel das Handy aufladen. Vor allem Schwellenländer zeigten Interesse an diesen "netzunabhängigen Ladestationen", erklärte der Geschäftsführer. In Industrieländern werde die Steckdose zum Mitnehmen seiner Meinung nach eher zum "Lifestyle-Produkt".

Neue Solarenergie Module mit geringem Gewicht

Wegen des geringen Gewichts könnten die Zellen auch auf Dächern mit niedriger Traglast montiert werden. Eine Solarzelle von einem Quadratmeter Größe wiegt Pfeiffer zufolge nur ein halbes Kilogramm. Zudem seien die biegbaren Folien auch für gewölbte Flächen wie Autodächer geeignet.

Das Unternehmen mit derzeit rund 60 Mitarbeitern entstand 2006 als Ausgründung der Technischen Universität Dresden und der Universität Ulm. Zurzeit werden die Zellen noch getestet, 2012 soll in einer neuen Vakuum-Beschichtungsanlage die Serienproduktion beginnen.

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