Energie sparen

Biedenkopf: Verbraucher müssen sich für Klimaschutzes einschränken

Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) fordert die Bürger zu einem sparsameren Energieverbrauch zugunsten des Klimaschutzes auf. Zur Senkung der CO2-Emissionen seien "Eingriffe in unsere derzeitige Lebensweise" nötig, die auf "einem zu hohen Energieverbrauch" beruhe, schreibt Biedenkopf in der Kolumne der Woche der Nachrichtenagentur ddp.

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Berlin (ddp/sm) - "Tiefgreifende Veränderungen» beim Klimaschutz könnten nationale Regierungen jedoch nur mit Unterstützung der Bevölkerung durchsetzen.

Biedenkopf kritisierte, dass es bei der gesellschaftlichen Haltung zum Klimaschutz einen "Widerspruch von Wort und Tat" gebe, der überwunden werden müsse. Die Bereitschaft zur Reduzierung des Energieverbrauchs sei gering. "Jede tatsächliche Einschränkung unserer Lebensgewohnheiten stößt auf Besitzstände, die Widerstand hervorrufen", schreibt der CDU-Politiker.

So werde etwa über die Pendlerpauschale gestritten und für die Wärmedämmung von Häusern werde staatliche Förderung erwartet. Jede tatsächliche Einschränkung unserer Lebensgewohnheiten stößt auf Besitzstände, die Widerstand hervorrufen. "Eine brauchbare Klima- und Energiepolitik kommt so nicht zustande", bemängelte Biedenkopf.