Existenzängste

Biblis-Beschäftigte "tief enttäuscht" von SPD

Im Streit um das Laufzeitende für das südhessische Atomkraftwerk Biblis A hat sich die Belegschaft der Anlage zu Wort gemeldet. Betriebsratschef Reinhold Gispert sagte, die Beschäftigten seien "verbittert und tief enttäuscht" über Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und die Sozialdemokraten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Biblis (ddp-hes/sm) - Während die SPD für die Steinkohlekumpel "bis zum letzten kämpfe", seien die Existenzängste der Mitarbeiter des Kraftwerks und der vielen Zulieferfirmen "noch nicht einmal eine Randnotiz wert". Die Beschäftigten in Biblis richten laut Gispert ihre Hoffnungen jetzt auf CDU und CSU. Dass sich die Union "so entschieden" für die Kernenergie einsetze, werde von den Mitarbeitern im Werk "ausgesprochen positiv bewertet", sagte der Betriebsratschef.

Bundesumweltminister Gabriel hatte letzte Woche den Antrag der RWE Power abgelehnt, Strommengen des still gelegten Meilers in Mülheim-Kärlich auf Biblis A zu übertragen.