Block A geht in Revision

Biblis B geht nach dem Moratorium nicht mehr ans Netz

Nach Ablauf des Atommoratoriums der Bundesregierung verzichtet der Energiekonzern RWE darauf, das Kernkraftwerk Biblis wieder in Betrieb zu nehmen. Der Reaktor Block B werde "nach Abschluss der Revision in der kommenden Woche nicht angefahren", teilte RWE Power am Donnerstag mit.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen/Köln (afp/red) - Im Falle des wegen des Moratoriums gleichfalls abgeschalteten Druckwasserreaktors Biblis Block A stellt sich die Frage einer Unternehmenssprecherin zufolge nicht. "Der Block A geht ab dem 17. Juni in die planmäßige Revision", sagte sie auf Anfrage. Die auf mehrere Monate angesetzte Überprüfung von Block A sei schon vergangenes Jahr angekündigt worden.

Biblis war vom Moratorium betroffen

Biblis war eines der Kraftwerke, das von dem nach der Atomkatastrophe in Japan verkündeten Moratorium für die sieben ältesten deutschen Akw betroffen war. Es läuft offiziell am Samstag aus. Danach könnten die Reaktoren für voraussichtlich einige Wochen wieder angefahren werden, bis das geplante Atomausstiegsgesetz in Kraft tritt. Dieses sieht das endgültige Aus für die Alt-Akw und den sogenannten Pannenmeiler in Krümmel vor. Zudem regelt es die stufenweise Abschaltung der restlichen Reaktoren bis 2022.

Eon hatte sich bereits erklärt

Der Betreiber Eon hatte bereits erklärt, seine Alt-Kraftwerke Unterweser und Isar 1 nicht mehr anfahren zu wollen. Die von Vattenfall betriebenen Akw Brunsbüttel und Krümmel stehen derzeit nach Pannen still, so dass dort kein Entscheidungsbedarf besteht.