Energieverbrauch

BGW weist auf Modernisierungspflicht für alte Kessel hin

Der Staat hat mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) hohem Heizenergieverbrauch im Haus einen Riegel vorgeschoben. Davon betroffen sind laut Auskunft des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) etwa 1,1 Millionen Heizkessel, die vor dem 1.10.1978 installiert wurden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Schornsteinfegerhandwerk erfasst während der jährlichen, regelmäßigen Messungen auch das Alter der Heizkessel in den jeweiligen Bundesländern. Die EnEV fordert, dass Öl- und Gasgeräte, die vor dem 1. Oktober 1978 installiert wurden, bis zum 31. Dezember 2006 außer Betrieb zu nehmen sind. Dabei gibt es jedoch Ausnahmen: Beispielsweise, wenn ein Ein- bis Zweifamilienhaus vom Eigentümer selbst genutzt wird, ist die Modernisierung nur bei einer Veräußerung der Immobilie relevant. Der BGW rät, nicht bis zum Fristablauf zu warten, da sich die Energieeffizienz und der Komfort der Anlagen bereits frühzeitig bezahlt machen.

Die einzelnen Bundesländer sind von der Verordnung unterschiedlich betroffen. Nach Informationen des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks erfüllen fast alle Wärmeerzeuger in den Neuen Bundesländern die Anforderungen der EnEV. Nach der Wende wurden die Heizungen flächendeckend erneuert.
Dagegen seien in den Alten Bundesländern rund 760.000 Öl- und etwa 326.000 Gaskessel vor dem 31.12.1978 installiert worden. Die meisten davon in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Die Verbraucher entschieden sich im Jahr 2004 bei der Modernisierung und bei der Erstinstallation ihrer Heizungsanlage am häufigsten für Erdgas-Brennwertgeräte. Brennwertgeräte sparen gegenüber alten Heizkesseln mit niedrigen Wirkungsgraden bis zu 39 Prozent Energie ein. Der BGW rät Eigentümern und Käufern von Häusern, die vor 1979 gebaut wurden, die Modernisierungspflicht der EnEV für ihre Situation zu prüfen.

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