Immer mehr Beanstandungen

BGW: Viele veraltete Kessel müssen raus

Nach Statistiken des Schornsteinfegerhandwerks sind in Deutschland immer noch zu viele alte Öl- und Gasheizungen in Betrieb. Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) weist darauf hin, dass damit Belastungen der Umwelt und der Geldbeutel verbunden sind.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Allein schon das Alter einer Feuerstätte lässt Rückschlüsse auf die Höhe des Energieverbrauchs zu, so der BGW. Nicht umsonst fordere die Energieeinsparverordnung (EnEV), dass vor dem 31.12.1978 installierte Heizungen bis Ende 2006 erneuert werden müssen. Betroffen seien Mehrfamilienhäuser und bei einem Verkauf auch Ein- und Zweifamilienhäuser. Diese Altersgrenze haben laut der Schornsteinfeger-Statistik 2005 rund 654.000 Öl- und 259.000 Gasheizungen überschritten.

Aber auch ein Teil der neueren Anlagen ist der Statistik zufolge überholungsbedürftig. 8,4 Prozent aller Ölheizungen (etwa 541.400) überschritten den erlaubten Grenzwert für den Abgasverlust. Bei 142.000 Ölheizungen wurde ein zu hoher Rußausstoß gemessen. Auf der Seite der Gasheizungen weisen 5,7 Prozent aller Geräte (etwa 479.300) zu hohe Abgasverluste auf.

Die Zahl der von den Schornsteinfegern beanstandeten Heizungen mit zu hohem Abgasverlust hat sich gegenüber dem Jahr 2004 nahezu verdoppelt. Dies ist eine Folge der zum Jahresende 2004 abgelaufenen Übergangsfristen im Rahmen der Bundes-Immissionsschutzverordnung. Nach Ansicht des BGW zeigt sich damit, dass viele Heizungsbesitzer den geforderten Sanierungen bislang noch nicht nachgekommen sind.

Zu hohe Abgasverluste bedeuten einen unnötig hohen Energieverbrauch, also auch unnötig hohe Heizkosten, so der BGW weiter. Mittel zu deren Senkung seien die regelmäßige Wartung der Anlage durch einen Heizungsfachbetrieb oder gar der Austausch gegen eine moderne Gasbrennwertheizung.

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