Einigung

BGW und VDEW vor Fusion

Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) und der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) haben sich auf die Grundstrukturen eines neuen Verbands der Energie- und Wasserwirtschaft geeinigt. Im kommenden Jahr soll er seine Arbeit aufnehmen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der neue Verband soll vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitgliedsunternehmen gleichermaßen die Interessen der Strom- und Fernwärmewirtschaft, der Gaswirtschaft und der Wasser- bzw. Abwasserwirtschaft vertreten. Eine besondere Eigenständigkeit soll es im Verband für die Interessenvertretung von Wasser und Abwasser geben.

Die Präsidenten beider Verbände, Werner Brinker (VDEW) und Michael G. Feist (BGW), äußerten sich sehr zufrieden über die Verhandlungsergebnisse. "Wir haben mit unserer Entscheidung die Grundlage dazu geschaffen, künftig die Interessen der gesamten Energie- und Wasserwirtschaft zu bündeln. Damit können wir die Kompetenzen beider Verbände zielgerichteter als bisher nutzen und uns für eine sichere, wirtschaftliche und umweltgerechte Versorgung mit Strom/Fernwärme, Gas und Trinkwasser sowie für die Abwasserentsorgung einsetzen", kommentierte Brinker die gemeinsame Entscheidung.

"Mit dem neuen Verband haben wir inhaltlich, organisatorisch und auch strukturell die veränderten Rahmenbedingungen der Branche abgebildet. Damit sind wir in der Lage, für die Öffentlichkeit, die Medien und die Politik als ein Ansprechpartner für alle Fragen der Energie- und Wasserwirtschaft aufzutreten", sagte Michael G. Feist.

Beide Verbände wollen ihre Landesorganisationen in den neuen Verband einbringen. Damit werde sichergestellt, dass die übergreifende Interessenvertretung auch auf regionaler und lokaler Ebene erfolgt. Gleichzeitig wird auch der VRE in den neuen Verband integriert. Darüber hinaus erlaubt die vorgesehene Integration der Fachverbände des VDEW – dazu gehören VDN, AGFW, HEA sowie VGB Power Tech – auch spezifische Themen wie zum Beispiel die Netzregulierung übergreifend abzudecken.

Der Name des künftigen Verbands steht noch nicht fest. Vorschläge dazu, aber auch alle Detailfragen wie Beitragsordnung, Personalstärke, Stellenbesetzungen oder auch die formalen Voraussetzungen für die Fusion der Verbände werden ab sofort in gemeinsamen Teams erarbeitet. Die endgültigen Entscheidungen werden auf außerordentlichen Mitgliederversammlungen der fusionierenden Verbände und der rechtlich selbständigen Landesverbände getroffen.

Weiterführende Links