Thema Langfristverträge

BGW: Kartellamt verbietet preisgünstigen Gasbezug

Die Exekution der Vertragsfreiheit wirft der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft, der 700 deutsche Versorger vertritt, dem Bundeskartellamt vor. Er bemängelte, dass die Wettbewerbsbehörde fachlich nicht auf die Aussagen des Verbandes eingegangen sei und sie aus dem Kontext heraus zitiere.

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Berlin (red) - Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) hat erwartungsgemäß harsch auf die jüngsten Äußerungen des Bundeskartellamts zum Thema Verbot von langfristigen Gasbezugsverträgen reagiert: Auf die vom BGW detailliert vorgetragene Kritik werde fachlich nicht eingegangen. Stattdessen würden die Aussagen des BGW aus dem Kontext herausgelöst zitiert und verallgemeinert.

"Es ist paradox: Ausgerechnet in Zeiten der Liberalisierung möchte eine deutsche Wettbewerbsbehörde den Grundsatz der Vertragsfreiheit exekutieren und sogar preisgünstige Bezugsmöglichkeiten verbieten", kommentierte BGW-Präsident Uwe Steckert. Sein Verband habe mehrfach darauf hingewiesen, dass der sichere und nachhaltige Bezug von Erdgas zu vernünftigen Konditionen der Grund für langfristige Verträge sei. Unternehmen, die auf der Einkaufsseite solche langfristigen Verträge abgeschlossen haben, müssten daher auch auf der Verkaufsseite grundsätzlich die Möglichkeit behalten, langfristige Verträge abschließen zu können. Ansonsten wäre der Grundsatz der Vertragsfreiheit nicht mehr gegeben.