Durchblick bei der Förderung

BGW informiert über Förderantrag für Solaranlagen

175 Millionen Euro wurden aus dem Bundeshaushalt in diesem Jahr für das Marktanreizprogramm zur Verfügung gestellt, aus dem auch Solarwärmeanlagen bezuschusst werden. Anträge können beim BAFA gestellt werden, der BGW beschreibt das Verfahren rund um Förderantrag und Installation.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Alle Bauherren und Hauseigentümer, deren geplante Solaranlage 40 Quadratmeter Kollektorfläche nicht überschreitet, nutzen bei dem Förderungsantrag die vereinfachte Antragstellung, informiert der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW). Eine durchschnittliche Anlage zur Warmwasserbereitung benötige lediglich bis acht Quadratmeter Kollektorfläche. Damit können in einem Vier-Personenhaushalt übers Jahr rund 60 Prozent des Warmwassers solar erwärmt werden, für die restlichen 40 Prozent ist dann zum Beispiel eine Gas-Brennwertheizung zuständig. Für jeden Quadratmeter Kollektorfläche gibt es 40 Euro Zuschuss. Der Mindestzuschuss pro Anlage beträgt 275 Euro.

Unterstützt die Solaranlage darüber hinaus die Raumheizung, erhöht sich die Basisförderung auf 70 Euro pro Quadratmeter, so der BGW. Hierfür müssen eine größere Kollektorfläche und ein größeres Solarspeichervolumen nachgewiesen werden. Die Erweiterung bestehender Anlagen werde in beiden Fällen mit 30 Euro pro Quadratmeter bezuschusst.

Die wichtigste Vereinfachung des Antragsverfahrens besteht nach Informationen des BGW darin, dass der Antrag nicht mehr wie in den vergangenen Jahren vor dem Kauf der Anlage gestellt werden muss. Möchte ein Antragsteller die Basisförderung in Anspruch nehmen, kann er mit dem Kauf und der Installation seiner Solaranlage sofort beginnen.

Der BGW empfiehlt, vor dem Kauf zu prüfen, ob die technischen und formalen Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt werden. So müssen zum Beispiel die Kollektoren seit 2007 das Prüfzeichen "Solar Keymark" tragen. Ist dies der Fall, stehe der Installation durch den Fachhandwerker nichts mehr im Weg. Sobald die Solaranlage betriebsbereit ist, hat der Besitzer sechs Monate Zeit, den Förderantrag zu stellen.

Der Antrag besteht aus dem ausgefüllten Formular sowie einem Nachweis über die Betriebsbereitschaft, den die Installationsfirma ausstellt. Außerdem sind eine Rechnungskopie sowie ein Zahlungsnachweis beizufügen. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden die Bewilligungsbescheide in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.