Gleiches Ziel

BGW bedauert Stadtwerkeaustritt

Mit Bedauern hat der Gasverband BGW auf die Absichten von fünf lokalen Energieversorgern reagiert, aus der Vereinigung auszutreten. Man habe mit der Stärkung des Wettbewerbs das gleiche Ziel, sagte BGW-Chef Feist gestern und unterscheide sich nur in der Auffassung über die Ausgestaltung des Netzzugangs.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) bedauert die Absicht von fünf seiner Mitgliedsunternehmen, zum Ende des Jahres 2006 den Verband zu verlassen. Wie BGW-Präsident Michael G. Feist betonte, "sind wir im Ziel, nämlich den Wettbewerb weiter zu stärken, die Möglichkeiten der Beschaffung zu optimieren und dem Kunden Wahlalternativen zu bieten, auf einer Linie. Worin wir uns in Facetten unterscheiden, ist die Ausgestaltung des Netzzugangsmodells."

Laut Feist ermöglicht das vom BGW vorgeschlagene Netzzugangsmodell eine starke Vereinfachung des Netzzugangs und die Umsetzung neuer Handelsmöglichkeiten für alle Marktteilnehmer. "Hiervon profitieren insbesondere Stadtwerke", erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG.

"Es ist klar, dass in einzelnen Fragen bei den über 600 kommunalen Gasversorgern im BGW Meinungsunterschiede auftreten. Allerdings kommt es insgesamt darauf an, tragfähige Ergebnisse für die gesamte Branche zu erreichen", so Feist weiter. "Gerade Stadtwerke spielen in den Gremien des BGW eine zentrale Rolle."