Steuern und Abgaben

BGW: 30 Prozent des Gaspreises gehen an den Staat

Die öffentliche Diskussion über die stetig steigenden Gaspreise hält weiter an. Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) sieht sich fälschlicherweise in der Rolle des Schuldigen und teilte jetzt mit, dass mittlerweile 30 Prozent des Gaspreises für Haushaltskunden an den Staat gehen.

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Berlin (red) - Angesichts der Diskussion um die neuerlichen Gaspreiserhöhungen hat sich der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) beeilt mitzuteilen, dass sich die Steuer- und Abgabenbelastung von Erdgas im Jahr 2004 auf 4,2 Milliarden Euro summiere. Dieser Betrag bedeute eine Steigerung von etwa 280 Prozent seit 1990.

Gegenüber 1998, dem Jahr vor der Einführung der Ökosteuer, seien die Einnahmen des Staates aus Erdgasförderung und -absatz um etwa 80 Prozent gestiegen, erläuterte der BGW. Insgesamt schöpfe der Fiskus heute fast 30 Prozent des Haushalts-Gaspreises ab. Allein die Einnahmen aus der Erdgassteuer beliefen sich laut BGW 2004 auf fast 3,1 Milliarden Euro.

Die Erdgas-Förderabgaben seien im Vergleich zum Vorjahr um 50 Millionen Euro auf 0,4 Milliarden Euro gestiegen und die Einnahmen aus Konzessionsabgaben hätten sich leicht auf knapp 0,7 Milliarden Euro erhöht, teilte der BGW weiter mit.