Internationale Zusammenarbeit

BfS wird Teil des WHO-Strahlenschutz-Netzwerks

Als Kooperationszentrum erhebt das BfS künftig repräsentative Daten bezogen auf die Bevölkerung Deutschlands und stellt diese der WHO zur Verfügung. Zudem wird die WHO durch Initiierung und Koordinierung von Forschungsvorhaben unterstützt, um offene wissenschaftliche Fragen zu gesundheitlichen Aspekten zu klären.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Salzgitter (red) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist jetzt Kooperationszentrum für Strahlenschutz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den Bereichen ionisierende und nichtionisierende Strahlung. "Damit leistet das Bundesamt für Strahlenschutz einen entscheidenden Beitrag Deutschlands zur Verbesserung des Strahlenschutzes für Mensch und Umwelt auch auf internationaler Ebene", erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

"Die Ernennung durch die WHO stellt eine besondere Würdigung der Arbeit des BfS dar. Ich freue mich über diese Auszeichnung, mit der die WHO das BfS als international renommierten und kompetenten wissenschaftlichen Partner anerkennt", ergänzte BfS-Präsident Wolfram König. Das BfS ist somit in drei große WHO-Projekte aktiv eingebunden. Das "EMF-Projekt" befasst sich mit der Frage, ob es bei niederfrequenten und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auch unterhalb der geltenden Grenzwerte zu gesundheitlichen Auswirkungen kommen kann. Das "Intersun-Projekt" beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Gefahren sowie mit möglichen Umweltschäden durch UV-Strahlung. Und im Rahmen des "Internationalen Radon Projekts" (IRP) wird die Belastung der Bevölkerung durch das in der Natur vorkommende radioaktive Gas Radon und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken untersucht.