Sicherheitsanalyse

BfS verneint Gefahren durch Atommülltransporte nach Konrad

Von den künftigen Atommülltransporten ins Endlager Schacht Konrad in Salzgitter gehen nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) keine Gefahren für Menschen und Umwelt aus. Dies gelte sowohl für normale Transporte als auch für den Fall nicht auszuschließender Transportunfälle.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (ddp/red) - Das sagte ein BfS-Sprecher am Donnerstag. Er berief sich dabei auf eine aktuelle Sicherheitsanalyse der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS). Diese "Transportstudie Konrad 2009" bestätige Berechnungen, die bereits 1991 von der GRS vorgelegt worden seien.

Das BfS baut Schacht Konrad derzeit zum Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus. Der Betriebsbeginn ist für 2014 geplant. Laut Genehmigungsbescheid dürfen bis zu 303.000 Kubikmeter Atommüll in das ehemalige Eisenerzbergwerk gebracht werden.

Es sei verständlich, dass viele Anwohner Bedenken gegen Transporte mit radioaktiven Abfällen durch ihre Region hätten, sagte der BfS-Sprecher weiter. Die Behörde nehme diese Ängste und Befürchtungen ernst. Die neue GRS-Studie sei angefertigt worden, um den Bedenken Rechnung zu tragen.

Die Berechnungen zeigten, dass die zusätzliche Strahlenbelastung für direkte Anwohner der Transportstrecke höchstens 0,02 Millisievert pro Jahr betrage. Das seien zwei Prozent des geltenden Grenzwertes von einem Millisievert. Auch für das Transportpersonal bleibe die Strahlendosis so gering, dass in der Regel keine zusätzlichen Überwachungs- oder Schutzmaßnahmen erforderlich seien, erklärte das BfS.