Statement

BfS sieht keine Gefahren durch Endlager Morsleben

Vom Atommüllendlager Morsleben in Sachsen-Anhalt ist nach Angaben des Betreibers im Jahr 2009 keine Gefahr für Menschen und Umwelt ausgegangen. Messungen hätten gezeigt, dass ein sicherer Betrieb der Anlage gewährleistet gewesen sein, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Internet mit.

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Salzgitter/Morsleben (dapd/red) - Die Behörde will künftig in jedem Jahr einen aktualisierten Bericht zur Sicherheit in Morsleben vorlegen.

Das BfS nimmt nach eigenen Angaben an dem Endlagerstandort kontinuierlich Messungen und Untersuchungen vor, um Veränderungen schnell erfassen und bei Bedarf handeln zu können. Morsleben ist ein ehemaliges Kali- und Steinsalzbergwerk, in das schwach- und mittelradioaktiver Abfall zuerst aus der ehemaligen DDR und später auch aus der Bundesrepublik eingelagert wurde. Insgesamt befinden sich dort rund 37.000 Kubikmeter Atommüll.

Nachdem die Einlagerung aufgrund von Gerichtsverfahren und Sicherheitsdebatten ausgesetzt worden war, hatte das BfS die Endlagerung in Morsleben 2001 beendet. Seit 2003 werden Teile des einsturzgefährdeten Bergwerks mit Salzbeton stabilisiert. 2005 hat das Bundesamt beim Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt die Stilllegung von Morsleben beantragt.