Widerspruch

BfS: Nur Standortvergleich führt zur besten Lösung

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) spricht sich für weitere Verfahren zur Suche von Standorten für die Endlagerung von hochradioaktiven Stoffen aus. Damit reagiert die Behörde auf Forderungen der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche.

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Salzgitter (red) - Reiche hatte eine zügige Lösung der Endlagerfrage und die baldige Inbetriebnahme des Standorts Gorleben gefordert. Dabei bezieht sie sich auf auf einen Abschlussbericht des BfS zu sicherheitstechnischen und konzeptionellen Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle vom November letzten Jahres.

Das BfS verweist darauf, dass die Vorteile von Wirtsgesteinen (Salz, Ton, Granit) nur im Vergleich von Standorten zu ermitteln seien. Dies entspreche internationalen Standards und würde der Komplexität der Aufgabe gerecht. Die sichere Lagerung hochradioaktiver Stoffe über eine Million Jahre erfordere die bestmögliche Lösung.

Die Aussage Reiche, es gebe eine Eignungsaussage für den Standort Gorleben, sei unzutreffend, verlautet aus dem Bundesamt. Dies sei erst nach dem Langzeitsicherheitsnachweis im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens möglich und im Fall Gorleben sei damit nicht vor 2022 zurechnen.

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