Grünes Licht

BfS genehmigt vier Zwischenlager an Atomkraftwerken

Die Betreiber der vier Atomkraftwerke Biblis, Neckarwestheim, Isar und Unterweser haben vom Bundesamt für Strahlenschutz die Genehmigung ür die Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente in Zwischenlagern erhalten. Damit sind von insgesamt zwölf gestellten Anträgen nun sieben genehmigt, so dass ein Ende der Castor-Transporte abzusehen ist.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat heute den Betreibern der Atomkraftwerke Biblis (RWE Power AG / RWE Rheinbraun AG), Neckarwestheim (Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH), Isar/Ohu (E.ON Kernkraft GmbH/E.ON Bayern AG) und Esenshamm / Unterweser (E.ON Kernkraft GmbH) Genehmigungen für die Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente in Zwischenlagern am jeweiligen Kraftwerks-Standort erteilt.

Das BfS sieht mit diesen Bescheiden einen wichtigen Meilenstein erreicht: Nachdem von insgesamt zwölf gestellten Anträgen nun sieben genehmigt sind, seien das Ende der Castor-Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield sowie von den Kraftwerken in die zentralen Zwischenlager Gorleben und Ahaus absehbar. Die Prüfung der ausstehenden Anträge wird das BfS in den nächsten Monaten abschließen.

Die Aufbewahrung der abgebrannten Brennelemente in Lagerhallen aus Stahlbeton bzw. in Neckarwestheim in Lagertunneln ist auf maximal 40 Jahre befristet. Spätestens dann sollen sie in ein Endlager in tiefen geologischen Schichten verbracht werden. Die Zwischenlagerung soll für alle vier Standorte in insgesamt bis zu 518 Transport- und Lagerbehältern der Bauart Castor V/19 bzw. V/52 erfolgen. Die zunächst beantragte Schwermetallmasse von 6400 Tonnen war im Lauf des Verfahrens um über 17 Prozent reduziert worden.

Die atomrechtlichen Genehmigungen für die Standort-Zwischenlager werden in Kürze an den Standorten und beim BfS in Salzgitter zur Einsicht ausgelegt und auf der Internetseite des BfS veröffentlicht werden. Gegen die Genehmigungen können Einwenderinnen und Einwender innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage erheben.

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