Nach Gorleben

BfS genehmigt Castor-Transport nach Gorleben

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat einen weiteren Rücktransport von hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich ins niedersächsische Gorleben genehmigt. Dieser wird noch in diesem Jahr stattfinden, wann genau ist noch nicht bekannt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (red) - Wie ein Sprecher der Behörde mitteilte, hat die Nuclear Cargo + Service GmbH in Hanau die Erlaubnis für den Transport von elf französischen Transportbehälter des Typs TN85 erhalten. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hatte für die Zulassung des Behälters eine thermische und mechanische Prüfung der Transportbehälter vorgenommen.

Die Genehmigung sei bis Ende 2008 befristet, wann genau die elf Behälter nach Gorleben gebracht werden, entscheide die Firma in Abstimmung mit den Innenministerien der vom Transport betroffenen Bundesländer selbst.

Die Glaskokillen, die in diesem Jahr transportiert werden, haben eine höhere Strahlung und entwickeln deshalb mehr Wärme. Deshalb sind neue Transportbehälter nötig, informiert das BfS. Statt des bislang benutzten deutschen Castor-Behälters HAW 20128 CG kommt jetzt der Behältertyp TN85 der französischen Firma TN International zum Einsatz.

Die deutsche kernkraftwerksbetreibende Industrie muss insgesamt 108 Behalter mit jeweils 28 hochaktiven Glaskokillen aus Frankreich zurücknehmen. Seit 1996 sind bislang 75 Behälter nach Gorleben transportiert worden, weitere 33 werden folgen. Dieses Jahr ist der Transport von elf Behältern geplant. Ein für 2009 geplanter Transport mit dem deutschen Behältertyp CASTOR HAW 28M ist abgesagt worden, nachdem die erforderlichen Sicherheitsnachweise von der Herstellerfirma nicht zeitgerecht erstellt werden können.