Neue Behälterbauart

BfS erteilt Änderungsgenehmigung für Zwischenlager Gorleben

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am Mittwoch die insgesamt dritte Änderungsgenehmigung für das Transportbehälterlager in Gorleben erteilt. Die Genehmigung der neuen Behälterbauart führe zu keiner Erhöhung des Gesamtinventars an Kernbrennstoffen sowie der Gesamtwär­meleistung.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Salzgitter (red) - Die Genehmigung erlaubt im Zwischenlager Gorleben zukünftig die Nutzung der neuen Behälterbauart TN85 für die Aufbewahrung von hochaktiven Glaskokillen aus der Wiederaufarbeitung.

Der neue französische Transport- und Lagerbehälter TN85 ist für eine maximale Wärmeleistung von 56 kW bei Beladung mit 28 HAW-Glaskokillen genehmigt. Die Prüfungen des BfS hätten ergeben, dass bei der jetzt genehmigten Behälterbauart durch ange­passte Abschirmung und verändertes Design auch bei höherem Inventar dieselben Werte für die mittlere Oberflächendosisleistung wie bei den bisher eingesetzten deutschen Castorbehältern eingehalten werden und die erhöhte Wärmeleistung sicher abgeführt werden kann.

Die Genehmigung der neuen Behälterbauart TN85 führe überdies zu keiner Erhöhung des bereits genehmigten Gesamtinventars an Kernbrennstoffen sowie der Gesamtwär­meleistung des Transportbehälterlagers in Gorleben. Das BfS hat den Angaben zufolge im Genehmigungsverfahren für den TN85 auch die Auswirkungen eines gezielt herbeigeführten Flugzeugangriffs mit einer großen Passagiermaschine auf das Transportbehälterlager Gorleben untersucht.

Die in der 1. Änderungsgenehmigung vom 1. Dezember 2000 zur Vermeidung von Kontaminationen an den Behältern getroffenen Regelungen zur Beladung, für den Transport und die Abfertigung sowie die mit der 2. Änderungsgenehmigung vom 18. Januar 2002 getroffenen Regelungen zur Behälterbauart CASTOR HAW 20/28 CG SN16 gelten unverändert weiter.