Atomausstieg

BfS berichtet über Reststrommengen

Von Januar 2000 bis Mai 2002 haben die deutschen Atomkraftwerke 389,92 Terawattstunden Strom erzeugt. Damit ist die Gesamtstrommenge, die bis zum vereinbarten Ausstieg aus der Atomenergie noch erzeugt werden darf, um 15 Prozent kleiner geworden. Das Bundesamt für Strahlenschutz wird die verbleibenden Reststrommengen jetzt jährlich veröffentlichen.

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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat jetzt erstmals die von den Betreibern der deutschen Atomkraftwerke übermittelten Daten über die erzeugten Strommengen nach Prüfung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Bei den Verhandlungen um den Ausstieg aus der Kernenergie wurde ein Gesamtstrommenge von 2623,31 Terawattstunden Strom vereinbart.

Die deutschen Atomkraftwerke haben vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Mai 2002 insgesamt 389,92 Terawattstunden produziert. Dies entspricht etwa 15 Prozent der im Atomgesetz festgelegten Gesamtstrommenge von 2.623,31 Terawattstunden. Die Veröffentlichung der Reststrommengen gründet sich auf das am 27. April 2002 in Kraft getretene "Gesetz zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung", das die in der Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Stromversorgungsunternehmen festgelegten Reststrommengen auch rechtlich verbindlich für die Restlaufzeiten der deutschen Atomkraftwerke festgeschrieben hat.

Für das BfS ergibt sich daraus der gesetzliche Auftrag, die einzureichenden Angaben der Kraftwerksbetreiber über die Nettostrommengen zu bilanzieren und die noch verbleibenden Reststrommengen einmal jährlich im Bundesanzeiger zu veröffentlichen.