BfN: Windenergieausbau darf nicht zu Lasten der Ökologie gehen

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Das Bundesamt für Naturschutz hat kürzlich "Empfehlungen zu naturschutzverträglichen Windkraftanlagen" veröffentlicht. Damit werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Ausbau der Windenergienutzung und die Erfordernisse von Naturschutz und Landschaftspflege in Einklang gebracht werden kann und welche planerischen Instrumente hier besonders zielführend sind. "Der weitere Ausbau der Windenergie darf nicht zu Lasten ökologischer, landschaftsästhetischer oder erholungsrelevanter Wirkungen erfolgen. Deshalb ist die Freihaltung ökologisch und landschaftlich sensibler Standorte als langfristige Standortvorsorge vorrangig zu betreiben. Die Ebene der Regionalplanung muss besonders planerisch vorsorgend eine gesteuerte Entwicklung fördern", erklärte der Präsident des Bundesamtes für Naturschutzes, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann in Bonn. Die Ausweisung von Eignungsgebieten und die mögliche Konzentration leistungsstarker Anlagen an naturschutzfachlich geeigneten Standorten sei unerlässlich. Durch sorgfältige Standortplanung, Unterlassung vermeidbarer Beeinträchtigungen von Mensch und Natur sowie durch den naturschutzrechtlich erforderlichen Ausgleich können Windkraftanlagen somit einen Beitrag zu einer nachhaltigen, klimaschonend und naturschutzverträglichen Energieerzeugung leisten.


In der nun vorgelegten Veröffentlichung sind Positionen zu den ökologischen und planerischen Erfordernisse einer naturschutzverträglichen Windenergienutzung formuliert, die sich sowohl an die Fach- und Vollzugsbehörden sowie Gemeinden als auch an Fachleute aus Wissenschaft und Politik richten. Die 98-seitige Publikation "Empfehlungen des Bundesamtes für Naturschutz zu naturschutzverträglichen Windkraftanlagen" kostet 29,80 DM (ISBN: 3-7843-3813-5) und ist im Buchhandel erhältlich.