Bewag-Zwischenbericht: Stromabsatz stieg, Stromerlös sank

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
In den Monaten Juli bis September des Geschäftsjahres 2000/2001 erzielte die Bewag Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 52 Millionen Euro. Damit konnte trotz Rückgang der Stromerlöse ein gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 33 Millionen Euro deutlich verbessertes Ergebnis erreicht werden. Dies geht aus dem jüngsten Aktionärsbrief der Bewag hervor, der heute in Berlin veröffentlicht wurde.


Trotz des mit 42,1 Prozent starken Anstiegs des Stromabsatzes - insbesondere im Geschäft außerhalb Berlins und im Stromhandel - auf 4277 Gigawattstunden (GWh) (Vorjahreszeitraum 3009 GWh) sanken die Stromerlöse ohne Stromsteuer erwartungsgemäß wegen Preisnachlässen um 11,5 Prozent auf 302 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 341 Millionen Euro). Dagegen führte der witterungsbedingte Absatzanstieg von 51,3 Prozent im Wärmegeschäft zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse um 15 Prozent auf 77 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 67 Millionen Euro). Die Gesamtumsatzerlöse der Bewag (ohne Stromsteuer) beliefen sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 auf 385 Millionen Euro. Dies ist ein Rückgang um 25 Millionen Euro (6,1 Prozent) gegenüber dem Vergleichszeitraum. Die rückläufigen Umsatzerlöse konnten jedoch teilweise durch die konsequente Fortsetzung des Kostensenkungsprogramms kompensiert werden.


Für das gesamte Geschäftsjahr 2000/2001 (01.07.2000 bis 30.06.2001) erwartet die Bewag eine weitere Zunahme des Absatzes im Stromgeschäft. Aufgrund bereits wettbewerbsbedingt gesenkter Preise werden die Stromerlöse jedoch auch weiterhin belastet bleiben. Den zu erwartenden Kündigungen von Beistellungsvereinbarungen nach Inbetriebnahme der 380-Kilovolt-Diagonale zur Stromdurchleitung werden Entgelte für die Nutzung des Bewag-Netzes gegenüber stehen. Im Wärmegeschäft ist unter normalen Witterungsbedingungen mit Absatz- und Erlössteigerungen zu rechnen. Durch weitere Kostensenkungen im Unternehmen und zusätzliche Stromumsatzerlöse außerhalb Berlins erwartet das Unternehmen insgesamt ein Ergebnis, das wiederum die Ausschüttung einer Dividende in Vorjahreshöhe erlaubt.