Bewag wehrt sich gegen Kartellamtsentscheidung

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Nachdem das Bundeskartellamt heute seine Entscheidung über die Freigabe der Stromversorgung West-Berlins bekannt gegeben hatte (das Strom-Magazin berichtete), erwägt die Bewag jetzt juristische Schritte dagegen. Denn der Berliner Energieversorger sieht darin eine Beschränkung seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten.


Das Kartellamt hatte zugunsten anderer Stromversorger die Durchleitung frei gegeben. Kartellamtschef Dieter Wolf stellte klar, dass Berlin nicht die letzte Bastion für Monoplisten bleiben kann. Er wertete die Interessen der Newcomer auf dem Berliner Markt gleichrangig mit denen der Bewag, die die Nutzung ihres eigenen Netzes wegen geringer Kapazität fordert. Die Bewag reagierte nicht sonderlich erfreut. Unternehmenssprecher Reinhard Heitzmann vermisst vor allem einen wirtschaftlichen Ausgleich. Er befürchtet zudem, dass sein Unternehmen Verträge jetzt nicht mehr erfüllen kann. Als erfreulich bezeichnete er allerdings, dass auch das Kartellamt eine 400 Megawatt Obergrenze verlangt. Bleibt abzuwarten, welche Schritte die Bewag nun einleitet.