Bewag verkauft E-Werk an SPM Technology

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Die Bewag AG setzt ihr erfolgreiches Konzept zur Vermarktung von nicht betriebsnotwendigen, ehemaligen Ab- und Umspannwerken fort. In der im April letzten Jahres veröffentlichten Broschüre "Elektropolis Berlin" hat die Bewag AG zwölf denkmalgeschützte Umspannwerke vorgestellt. Auf einer Pressekonferenz aus Anlass des Verkaufs des Berliner "E-Werkes" gab der Leiter des Immobilienbereiches, Hans Achim Grube einen Zwischenstand über die Vermarktung dieser Objekte.


Innerhalb von nicht einmal zwölf Monaten nach Vorstellung des Vermarktungskataloges "Elektropolis" konnten bisher schon für vier dieser Umspannwerke Miet- bzw. Kaufverträge abgeschlossen werden. Das Abspannwerk Kottbusser Ufer wurde inzwischen durch den neuen Eigentümer (Wabe Bau) an das IT- und Medienunternehmen ID-Media vermietet. Das kleinere Abspannwerk Bergmannstraße in Kreuzberg und der Stützpunkt Richardstraße in Neukölln wurden von der Bewag AG ebenfalls an den Projektentwickler Wabe Bau veräußert. Für ein viertes Objekt - das Abspannwerk Buchhändlerhof - haben die Unternehmen Bewag und SPM Technologies in den vergangenen Monaten gemeinsam ein Konzept erarbeitet. Das dynamisch wachsende Unternehmen SPM Technologies kauft das "E-Werk" und wird hier innerhalb von zwei Jahren seinen neuen Unternehmenssitz einrichten. Der Standort des Abspannwerkes Buchhändlerhof in der Mauerstraße 78-80 in Mitte hat eine lange Tradition in der Bewag-Geschichte. Bereits 1885 errichtete das Unternehmen hier seine zweite Stadtzentrale. Im Rahmen der dynamischen Technologieentwicklung wurde diese Stadtzentrale mehrfach ausgebaut. Zwischen 1926 und 1928, nach dem Abriss des ersten Kraftwerksgebäudes, entstand das heutige Abspannwerk Buchhändlerhof.


Die Bewag verhandelt derzeit für die noch acht aus der Publikation "Elektropolis" verbliebenen Objekte mit unterschiedlichen Bewerbern über Verkauf oder Vermietung. Weitere Interessenten haben jedoch noch die Chance, sich eines der Objekte zu sichern. Angestrebt werden dabei - neben der immobilienwirtschaftlichen Verwertung - Nutzungskonzepte, die einen langfristigen Erhalt der Bausubstanz und die Schaffung von weiteren hochattraktiven Arbeitsplätzen vereinen. Neben den Abspannwerken beginnt die Bewag nun auch mit der Vermarktung zweier nicht betriebsnotwendiger, denkmalgeschützter, ehemaliger Kraftwerke. Dabei handelt es sich um das alte Kraftwerk Rummelsburg und das Kraftwerk Steglitz in der Birkbuschstraße.