Neue Fernwärmeleitung

Bewag heizt Treptow unterirdisch ein

Die neue Bewag-Fernwärmeleitung ist 3,5 Kilometer lang und verbindet das Heizkraftwerk Mitte mit dem Fernheizwerk Neukölln. Sie ermöglicht die zusätzliche Nutzung von 30 Megawatt Heizleistung aus umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung. Dies reduziert den jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 80 000 Tonnen.

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Berlin (red) - Seit dieser Woche fließen zwischen Köpenicker Straße in Berlin-Mitte und Bouchestraße in Berlin-Treptow unterirdisch knapp 400 Kubikmeter 95 Grad heißes Wasser. Die neue Bewag-Fernwärmeleitung ist 3,5 Kilometer lang und verbindet das Heizkraftwerk Mitte mit dem Fernheizwerk Neukölln.

Sie ermöglicht die zusätzliche Nutzung von 30 Megawatt Heizleistung aus umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung. Dies reduziert den jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß bei der Wärmeerzeugung in Berlin um bis zu 80 000 Tonnen. Beim Bau der Trasse wurden mit Landwehrkanal und Flutgraben zwei Wasserläufe auf einmal unterquert und in 20 Meter Tiefe ein 2,20 Meter hoher begehbarer Tunnel durch das Erdreich gepresst.

Das Treptower Fernwärmenetz ist elf Kilometer lang und umfasst 120 Fernwärmestationen. Fast 9000 Haushalte und Büros in Berlins größtem Bezirk beziehen pro Jahr knapp 66 Millionen Kilowattstunden umweltfreundliche Bewag-Wärme.