Positive Bilanz

Bewag-Hauptversammlung: Stromerlöse steigen um 16 Prozent

Kosteneffiziez, Kundenorientierung und Flexibilität haben nach Angaben von Vorstandsvorsitzendem Dietmar Winje der Berliner Bewag ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2000/2001 beschwert. Die Stromerlöse stiegen auf 1,5 Milliarden Euro.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

"Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2000/2001 zurück. Kosteneffizienz, Kundenorientierung und Flexibilität haben unser Unternehmen einen weiteren Schritt nach vorne gebracht. Die Bewag steht auf einer sehr ertragsstarken Basis. Dies ist angesichts des schwierigen Marktumfeldes der Stromwirtschaft ein erfreulicher Beleg für unsere Leistungsfähigkeit." Dies erklärte Dietmar Winje, Vorsitzender des Vorstandes der Berliner Bewag AG, auf der diesjährigen Aktionärshauptversammlung heute in Berlin.

In seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr zog Winje eine überwiegend positive Bilanz. So sind die Stromerlöse insgesamt deutlich gestiegen. Sie lagen mit etwa 1,5 Milliarden Euro um knapp 16 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Umsätze lagen im Stromvertrieb mit etwa 1,2 Milliarden Euro um 8,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Ausschlaggebend seien vor allem Kundenverluste von fünf Prozent in Berlin und das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Strompreisniveau gewesen. Mit etwa 85 Prozent Marktanteil hätte die Bewag ihre starke Stellung auf dem Berliner Strommarkt dennoch behauptet. Zufrieden äußerte sich der Vorsitzende des Vorstandes mit der Entwicklung der Stromhandelsaktivitäten. Er bezeichnete den Handel "als zentralen internen Marktplatz, eine wichtige Schnittstelle zwischen Stromvertrieb und Stromerzeugung". Handelsgeschäfte über Strombörsen und mit Brokern hätten sich europaweit in kurzer Zeit rasant entwickelt. Mittlerweile beschäftigt die Bewag in diesem Bereich über 40 Spezialisten für Marktanalyse, Energiehandel und Energiewirtschaft. Die Erlöse des Stromhandels sind stark gestiegen. Sie lagen bei 306 Millionen Euro, das abgerechnete Handelsvolumen lag bei fast 13 Milliarden Kilowattstunden.

Der Erzeugungsbereich wird laut Winje nach wie vor von Überkapazitäten in Deutschland beeinflusst. Die Kapitalkosten könnten allgemein nicht voll erwirtschaftet werden. Deshalb hat das Unternehmen seine Kostensenkungsmaßnahmen insbesondere in diesem Bereich konsequent fortgesetzt. Dabei wurde auch unwirtschaftliche Erzeugungsleistung von insgesamt 140 Megawatt zurückgeführt. Der überwiegend durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Strom betrug knapp elf Milliarden Kilowattstunden. Der externe Umsatz des Netzbereichs der Bewag betrug im letzten Geschäftsjahr 49 Millionen Euro, nach zwei Millionen Euro im Vorjahr.

Mit knapp 2,4 Milliarden Euro liegen die gesamten Erlöse der Bewag um fast sechs Prozent über dem Vorjahr. Neben den Umsätzen im Stromgeschäft stiegen auch die Erlöse aus dem Verkauf von Wärme. Winje schlug den Aktionären die Ausschüttung einer leicht erhöhten Dividende von 0,58 Euro je Stückaktie vor.