BEWAG bezieht Stellung

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Das Berliner Energieunternehmen BEWAG, das vom Bundeskartellamt dazu aufgefordert wurde, auch den Strom anderer Anbieter nach West-Berlin zu leiten, hat sich dazu jetzt fristgerecht geäußert. Bisher gibt es für West-Berlin eine Kapazitätsobergrenze von 400 Megawatt, die die Oberleitungen transportieren können. Der Ausbau der Leitungen ist in Arbeit, bis dahin wehrt sich das Unternehmen aber, "fremden" Strom nach West-Berlin zu leiten. Das Kartellamt hatte bei seiner Überprüfung die 400 Megawatt-Obergrenze bestätigt, jedoch verlangt, die Kapazität zwischen der Bewag und anderen Mitbewerbern aufzuteilen. Darin sieht die BEWAG aber - laut Pressemitteilung vom 9. August - eine Einschränkung ihrer Möglichkeiten beim Stromhandel. Das sei für das Unternehmen nicht zumutbar, heißt es weiter. Die BEWAG verlangt für ihren wirtschaftlichen Nachteil einen Ausgleich. Zudem forderte sie genügend Kapazitäten, um die vertraglichen Pflichten auch weiterhin erfüllen zu können. Abschließend heißt es in der Pressemitteilung: "Die Bewag sei bereit, mit allen Wettbewerbern Gespräche aufzunehmen, um die Versorgung von deren Kunden durch die zusätzliche Lieferung von Strom aus Bewag-Kraftwerken zu sichern."