Bewag baut in drei Jahren bis zu 4000 Stellen ab

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com
Der Stellenabbau beim Berliner Energieversorger Bewag geht schneller voran als geplant: Bis zum Jahresende wird das in der Hauptstadt tätige Unternehmen bereits 2200 Arbeitsplätze gestrichen haben, so dass die Bewag mit 6300 Beschäftigten ins neue Jahr gehen wird. Dies berichtete dieser Tage die Berliner Morgenpost.



Insgesamt habe man mit 3400 Beschäftigten Verträge über ihren Ausstieg bis 2002 abgeschlossen. Pro Mitarbeiter würden rund 200.000 Mark bezahlt. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 1999/2000 koste der Radikalschnitt in Sachen Personal etwa 400 Millionen Mark. Ingesamt kalkuliere die Bewag bis Ende des Geschäftsjahres mit 750 Millionen Mark an Aufwendungen für den Stellenabbau, so die Berliner Morgenpost.



Die Bewag, die unter anderem den Reichstag und weitere Bundesgebäude mit Strom versorgt, reagiert mit dem Personalabbau auf den Preisdruck des liberalisierten Strommarkts. Die Mitarbeiterzahl, die Anfang dieses Jahres bei 8500 lag, soll bis 2002 um rund 4000 Stellen reduziert werden. Durch Kostensenkungen will das Unternehmen bis 2002 insgesamt 1,2 Milliarden Mark einsparen - die Hälfte soll über Einsparungen beim Personal kommen.