Pro Atomkraft

Beust: Keine Denkverbote im Kampf gegen den Klimawandel

Hamburgs Regierungschef Ole von Beust (CDU) hat eindringlich vor Denkverboten im Kampf gegen den Klimawandel gewarnt. Die bürgerlichen Parteien müssten bereit sein, über ein Tempolimit auf Autobahnen zu sprechen, sagte der neue Vorsitzende der CDU-Kommission für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz.

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Hamburg (ddp-nrd/sm) - Und die Grünen dürften es nicht von vornherein ablehnen, die Laufzeiten von Kernkraftwerken zu verlängern. "Beim Klimaschutz darf es keine Denkverbote geben", betonte Beust gegenüber der "Bild am Sonntag".

Der Kohlendioxidausstoß in Europa müsse bis 2050 um 60 bis 80 Prozent verringert werden. "Das kann nur gelingen, wenn auch mal ein Tabu fällt", sagte der CDU-Politiker. Er wies nachdrücklich auf die Gefahren des Klimawandels hin. "Die Erde fliegt uns nicht sofort um die Ohren, aber in 50 bis 100 Jahren sieht es düster aus - wenn wir nicht gegensteuern", betonte Beust. Der milde Winter und die Stürme seien nach Einschätzung der Meteorologen noch im Rahmen der normalen Klimaschwankungen. Wenn die Temperatur bis 2050 um mehr als zwei Grad steige, werde es "brenzlig". Der CDU-Umweltbeauftragte appellierte an die Bundesregierung, bei ihrem nächsten Energiegipfel über längere Laufzeiten von Atomkraftwerken zu beraten.