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Vorsicht vor BilligheimernWer nun mit einer Thermografie die Wärmedämmung seines Hauses überprüfen möchte, muss sich vor unseriösen "Experten" in Acht nehmen. Der Bauherren-Verband warnt vor dem Betrug mit Thermografien. Gerade im Herbst häuften sich wieder falsche Angebote.
(Foto / Abb.: Verband Privater Bauherren (VPB))Berlin (red) – Bei der Überprüfung der Dämmung des eigenen Hauses sollte man nicht versuchen, mit Sonderangeboten zu sparen. In diesem Fall kostet eine seriöse Leistung auch sein Geld, so der Verband Privater Bauherren (VBP). Gerade im Herbst sei eine Zunahme der betrügerischen Angebote durch Geldinstitute, Kommunen und andere Anbieter zu beobachten. Auf Angebote, die mit Preisen von 100 Euro oder sogar noch darunter locken, solle man dem VPB-Sachverständigen Johannes Deeters zufolge keineswegs eingehen.
Bei der Thermografie handelt es sich um ein bewährtes Verfahren, welches auch vor Gericht eingesetzt werden darf. Aber nicht nur bei den Bildern kann ein Betrug stattfinden, auch die Auswertung und die Empfehlungen, die daraufhin erfolgen, können zur Kostenfalle werden. Zunächst einmal ist es für Wissende möglich, das Wärmebild durch Umstellung der Farben zu manipulieren. Normalerweise werden die höheren Oberflächentemperaturen in Gelb bis Rot, kältere in Blautönen angezeigt. Eine schlecht gedämmte Wand würde demnach in einem dunklen Rot erscheinen – nicht mehr aber, nachdem die Farbeinstellung der Kamera umgestellt wurde. Nach diesen Bildern ist es dann nicht schwer, einen ahnungslosen Hausbesitzer dazu zu bewegen, die Dämmung unter hohem Kostenaufwand erneuern zu lassen.
Wer sich vor derartigen Betrügern schützen möchte, bekommt dem VPB nach einen ersten Hinweis über den Kostenumfang: Für eine seriöse Thermografie kann man mit einem Kostenpunkt von 500 bis 600 Euro rechnen. Dabei sind mehrere Aufnahmen nötig als die eines einfachen Quadrats. Es gilt: je aufwendiger die Form des Hauses, desto komplexer ist auch die Arbeit des Experten. Auch die vorherige und anschließende fachliche Beratung können Hinweise auf die Seriosität der Untersuchung liefern.
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Thermografie selbst gemacht: Schmilzt der Schnee auf dem Dach deutlich schneller als in der Nachbarschaft, weist dies auf eine schlechte Dämmung hin. Auch daran, wie der Frost auf dem Dach schmilzt, könne man Schwachstellen am Gebäude entdecken.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet in diesem Winter in 21 Städten und sechs Kreisen sogenannte Thermografie-Aktionen an. Unter dem Motto "Mein Haus spart" können dabei Verbraucher Wärmebilder ihrer Immobilien anfertigen lassen und eine anschließende Energieberatung buchen, informiert das NRW-Wirtschaftsministerium.
Risse und Löcher im Putz können zum Eindringen von Feuchte führen, auch die Dämmung ist hiervon mitunter betroffen. Durchnässte Dämmstoffe schützen jedoch nur unzureichend vor Wärmeverlusten, was zu höheren Heizkosten führt. Thermografie-Aufnahmen zeigen, wo Wärme aus dem Gebäude entweicht.
Billige Thermoaufnahmen von der Außenfassade eines Hauses sind wenig aussagekräftig. Der Bauherren-Schutzbund (BSB) und der Bundesverband für Angewandte Thermografie warnen energiebewusste Eigenheimbesitzer davor, sich allein darauf zu verlassen.
Die Energiepreise tendieren langfristig weiter nach oben. Mit den Kosten für Öl, Gas und Kohle steigen auch die Ansprüche an möglichst lückenlos energiesparende Häuser und Wohnungen. Um Isolationslöcher in der Gebäudehülle zu orten, durch die kostbare Wärme verloren geht, hat sich die Technik der Thermografie in den vergangenen Jahren etabliert.Strompreise vergleichen
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