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01.10.2010, 09:33 Uhr

Strom-News

Vorsicht vor Billigheimern

Betrugsfalle Thermografie nimmt zu

Wer nun mit einer Thermografie die Wärmedämmung seines Hauses überprüfen möchte, muss sich vor unseriösen "Experten" in Acht nehmen. Der Bauherren-Verband warnt vor dem Betrug mit Thermografien. Gerade im Herbst häuften sich wieder falsche Angebote.

Thermografie (Foto / Abb.: Verband Privater Bauherren (VPB))

Berlin (red) – Bei der Überprüfung der Dämmung des eigenen Hauses sollte man nicht versuchen, mit Sonderangeboten zu sparen. In diesem Fall kostet eine seriöse Leistung auch sein Geld, so der Verband Privater Bauherren (VBP). Gerade im Herbst sei eine Zunahme der betrügerischen Angebote durch Geldinstitute, Kommunen und andere Anbieter zu beobachten. Auf Angebote, die mit Preisen von 100 Euro oder sogar noch darunter locken, solle man dem VPB-Sachverständigen Johannes Deeters zufolge keineswegs eingehen.

Bewährtes Verfahren wird manipuliert

Bei der Thermografie handelt es sich um ein bewährtes Verfahren, welches auch vor Gericht eingesetzt werden darf. Aber nicht nur bei den Bildern kann ein Betrug stattfinden, auch die Auswertung und die Empfehlungen, die daraufhin erfolgen, können zur Kostenfalle werden. Zunächst einmal ist es für Wissende möglich, das Wärmebild durch Umstellung der Farben zu manipulieren. Normalerweise werden die höheren Oberflächentemperaturen in Gelb bis Rot, kältere in Blautönen angezeigt. Eine schlecht gedämmte Wand würde demnach in einem dunklen Rot erscheinen – nicht mehr aber, nachdem die Farbeinstellung der Kamera umgestellt wurde. Nach diesen Bildern ist es dann nicht schwer, einen ahnungslosen Hausbesitzer dazu zu bewegen, die Dämmung unter hohem Kostenaufwand erneuern zu lassen.

Schutz vor dem Betrug

Wer sich vor derartigen Betrügern schützen möchte, bekommt dem VPB nach einen ersten Hinweis über den Kostenumfang: Für eine seriöse Thermografie kann man mit einem Kostenpunkt von 500 bis 600 Euro rechnen. Dabei sind mehrere Aufnahmen nötig als die eines einfachen Quadrats. Es gilt: je aufwendiger die Form des Hauses, desto komplexer ist auch die Arbeit des Experten. Auch die vorherige und anschließende fachliche Beratung können Hinweise auf die Seriosität der Untersuchung liefern.

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