Betriebsräte warnen: Atomausstieg kostet 150.000 Stellen

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Die Betriebsräte der Atomkonzerne in Deutschland laufen vor der entscheidenden Phase der Atomausstiegsgespräche Sturm: Sollte Deutschland wirklich den Atomausstieg durchziehen, seien bis zu 150 000 Arbeitsplätze gefährdet. Das schrieben die Betriebsratsvorsitzenden der Konzerne RWE, Bayernwerk, PreussenElektra und HEW in einem gemeinsamen Appell. Wie die Berliner Zeitung weiter berichtet, seien nicht nur die Kraftwerksbeschäftigten betroffen, sondern auch zahlreiche mittelständische Gewerbebetriebe in der Nähe der Kraftwerkstandorte und die Zulieferindustrie. Aus diesem Grund forderten die Betriebsräte ihre Konzernchefs auf, sich nicht auf das von der rot-grünen Bundesregierung geforderte Laufzeitenmodell einzulassen. Es sieht eine Laufzeit von 30 Jahren vor, wohingegen nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter eine "Mindestlaufzeit von 35 bis 40 Volllastjahren realistisch" sei. Nur das verschaffe Zeit, um "entsprechende Ersatzkapazitäten in Deutschland aufzubauen". Es sei sinnlos, sichere Kraftwerke zu haben und dann den billigeren Strom aus Frankreich und Osteuropa zu kaufen.