Fünf Milliarden Euro

Betreiber: Zeitplan für Bau der Ostsee-Pipeline ist "ambitioniert"

Der Zeitplan für den Bau der 1200 Kilometer langen Gas-Pipeline durch die Ostsee von Russland nach Deutschland ist nach Angaben der Betreibergesellschaft Nord Stream "ambitioniert". Man müsse schneller vorankommen als zunächst gedacht.

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Hamburg (ddp/sm) - Man sei auf die Kooperation der beteiligten Länder angewiesen, sagte der Geschäftsführer von Nord Stream, Matthias Warnig, der Wochenzeitung "Die Zeit" laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch. Mit der Verlegung werde später als geplant begonnen. Es müsse deshalb schneller gebaut werden.

Nach Angaben von Warnig belaufen sich die Investitionen für die Pipeline auf mehr als fünf Milliarden Euro. "Das werden wir in den nächsten Monaten genauer beziffern können, wenn die Einkaufsverträge geschlossen sind", sagte der Chef des russisch-deutschen Unternehmens.

Geplant ist, dass der erste Erdgasstrang ab Sommer 2009 verlegt und 2010 in Probebetrieb genommen wird. Das erste Gas soll im Frühjahr nach Lubmin bei Greifswald fließen. Insgesamt sollen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter sibirisches Erdgas nach Deutschland und Westeuropa gepumpt werden und damit rund ein Zehntel des europäischen Gasbedarfs decken.

Die Nord Stream AG wurde am 2. Dezember 2005 gegründet und ist mit Machbarkeitsanalysen sowie dem Bau der Ostsee-Pipeline beauftragt. Die russische Gazprom ist mit 51 Prozent, BASF und E.ON mit jeweils 24,5 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen beteiligt. Der deutsche Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist Aktionärsausschusschef des Konsortiums.