Abkommen noch nicht unterzeichnet

Beteiligung von E.ON und BASF an russischem Gasfeld weiter unklar

Die geplante Beteiligung der deutschen Energiekonzerne E.ON und BASF an dem sibirischen Gasfeld "Yushno Russkoje" ist weiterhin unklar. Beide Unternehmen hielten sich am Montag erneut zum Stand der Verhandlungen mit Gasprom bedeckt, ein entsprechendes Abkommen soll am Donnerstag unterzeichnet werden.

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Moskau/Düsseldorf (ddp.djn/sm) - Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Monopolisten und Leiter des Export-Geschäfts, Alexander Medwedew, verwies dagegen darauf, dass beide deutsche Partner einen gleichen Anteil an dem Gasfeld bekommen könnten.

Das "Handelsblatt" hatte zuvor berichtet, die BASF-Tochter Wintershall werde 35 Prozent und E.ON Ruhrgas 15 Prozent an "Yushno Russkoje" bekommen. Gasprom will - wie mehrfach erklärt - eine knappe Mehrheit an dem Feld behalten. Wenn sich E.ON an der Entwicklung von "Yushno Russkoje" beteilige, könne das Unternehmen einen gleich großen Anteil wie BASF bekommen, zitierte die russische Agentur Interfax am Montag Medwedew. Eine Gasprom-Sprecherin bekräftigte auf Nachfrage von Dow Jones Newswires noch einmal, Gasprom plane die Unterzeichnung mindestens eines Abkommens zu dem Gasfeld im Rahmen der deutsch-russischen Konsultationen. An dem Treffen am Donnerstag in Tomsk nehmen unter anderem auch die Vorstandsvorsitzenden von E.ON und BASF, Wulf Bernotat und Jürgen Hambrecht, teil.

Weder ein Wintershall- noch ein E.ON-Sprecher wollten sich am Montag zum Stand der Verhandlungen äußern. Die BASF-Tochter hatte bereits vor rund einem Jahr eine Grundsatzvereinbarung mit Gasprom zu "Yushno Russkoje" geschlossen. Der Vorstandsvorsitzende von Wintershall, Reinier Zwitserloot, hatte noch Ende März betont, er sei optimistisch, die Gespräche mit Gasprom kurzfristig abschließen zu können. E.ON verhandelt bereits seit fast zwei Jahren mit dem russischen Unternehmen über einen möglichen Asset-Tausch. Zur Diskussion stehen in diesem Zusammenhang E.ON-Beteiligungen in Osteuropa.