Fünf Prozent

BET: Netznutzungsentgelte im Strommarkt werden sinken

Das Aachener Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) hat herausgefunden, dass die Netznutzungsentgelte durch die neue Berechnungsgrundlage um etwa fünf Prozent sinken werden. Die aktuell durchgeführten Kalkulationen führten aus verschiedenen Gründen zu niedrigeren kalkulatorischen Kosten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Die Kosten für Netznutzung im Strommarkt werden überwiegend um etwa fünf Prozent sinken, hat Dr. Elfried Evers, Geschäftsführer des Aachener Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH (BET) herausgefunden. Die BET-Kalkulationspraxis für Netznutzungsentgelte im Gasmarkt wurde nun von der erstmalig für diesen Bereich veröffentlichten Berechnungsgrundlage bestätigt.

Im Strommarkt wird der Preis für Netznutzung nach dem neuen Kalkulationsleitfaden zwar in vereinzelten Fällen steigen, überwiegend sinken aber die Kosten. Das ergeben erste vom BET durchgeführte Berechnungen aus der Praxis. "Die aktuell durchgeführten Kalkulationen führen aus verschiedenen Gründen zu niedrigeren kalkulatorischen Kosten. Aus der Änderung der Preisfindungsprinzipien resultieren Preissenkungen von etwa fünf Prozent", ist sich Evers sicher. Die Preissenkung sei letztlich abhängig von der Differenz der kalkulatorischen Anlagenrestwerte, ausgehend von den Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie den Tagesneu- oder Wiederbeschaffungswerten. Nach neuem Leitfaden würde das berechnete Eigenkapital zwar steigen, der niedrigere Eigenkapitalzins gleiche diese Tendenz aber aus, erläutert Evers. Ebenfalls kostenmindernden Einfluss hätte die künftig begrenzte Eigenkapitalquote.

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