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Bestätigt: best energy wird liquidiert

Das "stille Aus" vom Berliner Stromversorger best energy, dass in der Branche schon lange für Spekulationen sorgte, ist jetzt vom Mutterkonzern offiziell bestätigt worden. Damit werden die rund 230 000 best energy-Kunden in den nächsten Monaten zurück an ihre Regionalversorger fallen, für die 100 Mitarbeiter beginnen jetzt die Sozialplanverhandlungen.

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Die für Mitte nächsten Jahres angekündigte Regulierungsbehörde für den deutschen Strommarkt kommt für den Berliner Stromanbieter best energy zu spät: Bis dahin wird das Unternehmen, dass zu 100 Prozent dem Berliner Regionalversorger Bewag und damit zu Vattenfall Europe gehört, vermutlich aufgelöst sein. Die "stille Liquidation" des ehemals vielversprechenden Newcomers bestätigte Bewag-Pressesprecher Olaf Weidner dem strom magazin heute in einem Telefongespräch.

Kunden fallen an Pflichtversorger

Den offiziellen Beschluss zum "geordneten Rückzug" erwartet Weidner bis Ende des Jahres. Die Gerüchte, die seit geraumer Zeit kursieren, wurden somit bestätigt. Die Kunden des Stromanbieters werden in den kommenden Monaten zurück in die Pflichtversorgung ihrer Regionalversorger fallen, einen genauen Termin dafür konnte Weidner noch nicht nennen. "Die Abwicklung von 230 000 Kunden wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen." Für best energy-Kunden in Berlin und Hamburg wird es von Bewag und HEW, die beide zum Vattenfall-Konzern gehören, spezielle Angebote geben, vermutet er.

Sozialplanverhandlungen für Mitarbeiter

Für die etwa 100 Mitarbeiter von best energy beginnen laut Weidner jetzt die Sozialplanverhandlungen, so dass er auch in diesem Punkt keine einheitliche Aussage machen konnte. Sicherlich werden einige Abteilungen früher geschlossen, als beispielsweise diejenigen, die mit der Abwicklung des Unternehmens beschäftigt sein werden. Dass einige Mitarbeiter möglicherweise im Mutterkonzern unterkommen können, wollte Weidner nicht auszuschließen, aber auch nicht direkt bestätigen.

Reißleine musste gezogen werden

In die Regulierungsbehörde setzt er allerdings keine großen Erwartungen: "Dass die Strompreise dadurch sinken werden, ist eine Illusion. Denn diese sind bereits von einer Preisaufsicht genehmigt worden." Daher hätte es für den Konzern keinen Sinn gehabt, die Entscheidung über best energy weiter zu verschieben. "Wir mussten die Reißleine ziehen, bevor noch größere Verluste geschrieben werden."