Katalog soll Besserung verschaffen

"Best-Practice-Empfehlungen" werden kaum angewandt

Gemeinsam haben Verbändevertreter in der Task Force Netzzugang beim Arbeits- und Wirtschaftsministerium Empfehlungen erarbeitet, wie der Wettbwerb auf den Strommarkt besser funktionieren könnte. Die Umsetzung sei allerdings bisher nur unzureichend, weshalb die wichtigsten Empfehlungen in einem Katalog zusammengefasst wurden, der ständig erweitert wird.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Um den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu verbessern hat der Verbandsausschuss der beteiligten Verbände AFM+E, BDI, VEA, bne, DIHK, EFET, VDEW, VIK, VKU, VDN und VRE bei der Task Force Netzzugang des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums Best-Practice-Empfehlungen vorgelegt.

Die Mitglieder haben – im Konsens – Empfehlungen ausgearbeitet, die als "best-practice" von den Unternehmen angewandt werden sollen. Allerdings ließ die Umsetzung der Empfehlungen in der Vergangenheit zu wünschen übrig, so dass sich insbesondere die Partner der Verbändevereinbarung II plus darauf verständigt haben, verstärkt für die Anwendung und Umsetzung der Best-Practice-Empfehlungen bei ihren Mitgliedern zu werben. Um den Mitgliedsunternehmen die Suche nach den entsprechenden Best-Practice-Empfehlungen zu erleichtern, wurden die bisherigen Empfehlungen in einem Katalog zusammengestellt, der ständig aktualisiert wird. Die jeweils aktuelle Fassung des Best-Practice-Katalogs gibt es auf der Homepage des Dachverbandes der Elektrizitätswirtschaft.

In den Empfehlungen beschäftigt sich die Task Force u.a. mit der "Anwendungsgrenze für Lastprofile im synthetischen Lastprofilverfahren" und mit Ein- und Auszügen von Kunden. Zudem werden Fristen für den Lieferantenwechsel und Kriterien zur Lieferstellenidentifizierung genannt und Datenformate vorgeschlagen.