Offenlegung

Beschluss: SWM-Kunde darf Gasrechung nicht kürzen

Weil der Münchner Versorger SWM seine Gaspreiserhöhung von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Billigkeit untersuchen ließ, darf ein SWM-Kunde seine Rechnung nicht eigenmächtig kürzen. Das entschied das Landgericht München gestern in letzter Instanz.

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München (red) - Das Landgericht München hat gestern in einem Eilverfahren entschieden, dass eine Kürzung der Erdgas-Rechnung durch einen Kunden der Münchner Stadtwerke (SWM) unberechtigt ist, weil die SWM die Gaspreise zuvor durch unabhängige Wirtschaftsprüfer auf ihre Billigkeit untersuchen ließen. (AZ: 30 T 9871/06)

Den von den SWM vorgelegten Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lasse sich entnehmen, dass die Zunahme der Preise beim Gasbezug höher sei als die Erhöhung der Preise beim Absatz an die Tarifkunden und damit die Rohmarge sank, teilte das Gericht mit. Die SWM habe glaubhaft gemacht, dass die Gaspreiserhöhungen der Billigkeit entsprechen. Die Androhung der Einstellung der Versorgung sei damit nicht unberechtigt gewesen.

Die SWM sehen sich durch die Entscheidung des Landgerichts in allen Punkten in ihrer Position bestätigt und wollen auch weiterhin konsequent gegen alle Kunden vorgehen, die eigenmächtig ihre Energierechnung kürzen. 50 weitere Klageverfahren seien bereits eingeleitet.