Kleiner Teil des Gesamtgeschäftes

Bernotat: E.ON-Ergebnis von AKW-Pannen nicht betroffen

E.ON hält trotz der jüngsten Ausfälle der Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel an seinen Ergebnisprognosen fest. Trotz der erwarteten Millionen-Verluste hätten die Pannen "keinerlei Einfluss auf das Erreichen der Zielmarken von E.ON in diesem Jahr", sagte Bernotat der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

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Düsseldorf (ddp/sm) - Die Ausfälle würden einen zu kleinen Teil des gesamten E.ON-Geschäfts betreffen. "Das wird unsere Prognosen nicht beeinträchtigen", fügte er hinzu. Der Düsseldorfer E.ON-Konzern ist an Krümmel mit 50 Prozent und an Brunsbüttel mit 33,3 Prozent beteiligt. Die Betriebsführung der beiden Kraftwerken liegt bei Vattenfall Europe. Krümmel ist seit Ende Juni nach einem Brand im Trafogebäude abgeschaltet und wird wohl nicht vor September wieder ans Netz gehen können. Für August war ohnehin eine mehrwöchige Revision in dem Kraftwerk geplant. Brunsbüttel wurde in der vergangenen Woche zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit unplanmäßig heruntergefahren und am Wochenende komplett abgeschaltet.

Bernotat bestätigte, dass E.ON und Vattenfall allein durch den Ausfall von Krümmel täglich Einnahmen von rund einer Million Euro verloren gehen. E.ON müsse die Hälfte dieser Gewinnausfälle tragen. Da derzeit nicht klar sei, wie lange das Kraftwerk noch vom Netz sei, könnten die genauen Ergebnisbelastungen für E.ON aber noch nicht abgeschätzt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende. Zu den Einnahmeausfällen kämen auch noch die Reparaturkosten - im Kraftwerk Krümmel vor allem beim Transformator.

Wegen der Ausfälle muss E.ON zudem wohl Strom am Markt zukaufen, um die Lieferverpflichtungen des Konzerns erfüllen zu können. Wie hoch der Zukauf ausfallen werde, könne nicht exakt prognostiziert werden, sagte Bernotat. Es sei unklar, welche Mengen durch die eigene Stromproduktion in den anderen Kraftwerken des Konzerns wieder ausgeglichen würden.