Berliner zeigen (noch) wenig Interesse an Billigstrom

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Liberalisierung des Strommarkts stößt bei den Einwohnern Berlins auf nur wenig Interesse: Nur rund 30.500 Hauptstadt-Haushalte hätten Angebote bei privaten Unternehmen eingeholt, wie eine Umfrage der "Berliner Morgenpost" (Ausgabe vom heutigen Dienstag) ergeben hat. Die Bewag, der Berliner Regionalversorger, hat insgesamt 2,1 Millionen Kunden.


Experten jedoch rechneten mit einem steigenden Wechsel-Interesse, denn demnächst würden einige Anbieter um bis zu 40 Prozent unter den augenblicklichen Bewag-Tarifen liegen. Die Bewag erhebt derzeit von Privatkunden 34 Pfennig pro Kilowattstunde und eine jährliche Grundgebühr von 66,05 Mark. Damit gehört Berlin zu den zehn teuersten deutschen Städten in Sachen Stromversorgung. Wer sich ein Jahr an die Bewag bindet, zahlt 25 Prozent weniger. Gewerbetreibende müssen 41,06 Pfennig je Kilowattstunde auf den Tisch legen. Ende dieses Monats will die Bewag Preissenkungen bekannt geben.