Kohlendioxidreduzierung

Berliner Senat beschließt Landesenergieprogramm

Der Berliner Senat hat ein Landesenergieprogramm für die Jahre 2006 bis 2010 beschlossen. Darin seien Vorschläge von Umweltschutzverbänden, Bürgern und Wirtschaftsverbänden zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz eingeflossen, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer am Dienstag.

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Berlin (ddp-bln/sm) - Ziel sei es, bis zum Jahr 2010 die Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Berlin um 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu verringern. Geplant sei eine Reduzierung von 30 Millionen Tonnen (1990) auf nicht mehr als 22 Millionen Tonnen (2010).

Berlin fange dabei nicht bei Null an, betonte Junge-Reyer. Das Land habe mit so genannten Energiesparpartnerschaften bisher 2,2 Millionen Euro an Energiekosten und 50 Millionen an Investitions- und Instandhaltungskosten eingespart. Für 500 Liegenschaften mit 1300 Gebäuden gebe es entsprechende Verträge mit Partner aus der Energiewirtschaft. Der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß werde so um 60 000 jährlich Tonnen vermindert. Die Hauptstadt habe zudem das größte Fernwärmenetz mitteleuropäischer Städte mit Kraft-Wärme-Kopplung.

Auch Solarenergie spiele in Berlin eine erhebliche Rolle, sagte Junge-Reyer. In der Stadt seien über 47 000 Quadratmeter Solarkollektorfläche installiert, mehr als in der spanischen Metropole Barcelona. Die größte Photovoltaik-Anlage habe der Hauptbahnhof. Auf dem Dach seien auf einer Fläche von 1870 Quadratmetern 78 durchsichtige Solarzellen platziert, die jährlich 160 000 Kilowattstunden elektrischen Strom lieferten. Die Senatorin verwies auf die Möglichkeit für private Nutzer, Dächer öffentlicher Gebäude zu mieten, um Solarenergie zu erzeugen.

Sie verwies darauf, dass große Einsparpotenziale im Wohnbereich lägen. Derzeit gebe es Verhandlungen mit dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen für eine Klimaschutzverabredung.