Unterrichtsmaterialien

Berliner Schüler werden KWK-Experten

330 Berliner Schulen erhalten in diesen Tagen neue Lernmaterialien zur Kraft-Wärme-Kopplung von der Initiative KWK Modellstadt Berlin. Sie sollen eine praxisnahe Auseinandersetzung mit Energie und Klimaschutz unterstützen. Denn schließlich sei KWK eine besonders effektive Art der Stromerzeugung.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Was bedeutet eigentlich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und warum dient diese Technologie dem Klimaschutz? Worin bestehen die Unterschiede zur herkömmlichen Erzeugung von Strom und Wärme? Wie sieht die Zukunft unserer Energieversorgung aus? Wie viel Wärme und Strom verbraucht eine Schule? Kann ein Schulgebäude mit Strom und Wärme aus KWK versorgt werden? Um Jugendliche für die Beantwortung dieser Fragen fit zu machen, erhalten 330 weiterführende Berliner Schulen jetzt entsprechende Unterrichtsmaterialien.

Das Schulpaket, herausgegeben von der Initiative KWK Modellstadt Berlin, richtet sich an die Sekundarstufen I und II. Es unterstützt Lehrer, Klimaschutz und Energieversorgung im Unterricht zu verankern und Schülern die Möglichkeit zu geben, sich praxisnah mit einem aktuellen umwelttechnischen Thema auseinanderzusetzen.

Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme. Anders als herkömmliche Kraftwerke nutzen KWK-Anlagen auch die bei der Stromproduktion entstehende Wärme. Die eingesetzten Energieträger werden dadurch besonders effektiv verwendet. KWK wird bis jetzt selten in der Schule behandelt, nur wenige Schulbücher informieren über das Thema. Hier schafft das Schulpaket Abhilfe mit Overheadfolien, Referatsliste für Schüler, methodisch-didaktischen Tipps für Lehrer, Informationssammlung und Informationsbroschüre zur Kraft-Wärme-Kopplung. Schüler erhalten ebenfalls Hinweise, wo sie in Berlin KWK-Anlagen vor Ort besichtigen können.

Die Initiative KWK Modellstadt Berlin setzt sich für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Berlin ein. "Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung am Stromverbrauch ist in Berlin mit 42 Prozent schon sehr hoch", sagt Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur. "Dennoch gibt es in Berlin viel Potenzial für den KWK-Ausbau. Daher ist es wichtig, junge Menschen schon in der Schule die Möglichkeit zu geben, sich mit den aktuellen Belangen der Praxis zu beschäftigen", so Geißler weiter.

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