Berliner Landgericht untersagt Bewag-Verkauf / Schiedsverfahren soll Probleme klären

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Das Landgericht in Berlin hat heute in einer mündlichen Verhandlung die hoffnungsfrohe Stimmung bei den Hamburgischen Electricitäts Werken (HEW) getrübt: Es untersagte den Verkauf der Mehrheitsanteile der Bewag an HEW. Ein Schiedsverfahren der Unternehmen soll nun den Verkauf regeln. Um dieses nicht zu gefährden, soll der Bewag-Verkauf zunächst aufgeschoben werden.


Aus kartellrechtlichen Gründen hat die Düsseldorfer E.ON AG seine 49 Prozent Bewag-Anteile an die HEW verkauft. Dagegen gab es Widerstand von Seiten des Landes Berlin, das sich jedoch mittlerweile mit E.ON und HEW verständigt und seine einstweilige Verfügung zurück gezogen hat. Jetzt blockiert nur noch Bewag-Anteilseigner Southern Energy (26 Prozent) die endgültige Übertragung der Anteile. Das amerikanische Unternehmen beansprucht ein Vorkaufrecht der E.ON-Anteile.