Verkehr

Berlin testet neue Busse - selbstlenkend und mit Brennstoffzellen-Antrieb

Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen ab 2004 den Einsatz neuer Omnibusse testen. Die innovativen Fahrzeuge lenken sich dank Induktionstechnik von selbst und werden von Brennstoffzellen angetrieben, die Wasserstoff und Sauerstoff zu Strom verarbeiten. Vorbild ist Frankreich, wo bereits einige Hundert solcher Busse im Einsatz sind.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wie die Berliner Zeitung berichtet, werden die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ab 2004 den Einsatz neuer Busse in der Hauptstadt testen. Das besondere an den Fahrzeugen: sie lenken sich von selbst und werden umweltfreundlich von Brennstoffzellen angetrieben.

Selbstlenkende Busse - kein Zukunftsszenario, sondern weit entwickelte Technologie. Das Schlagwort heißt Induktionstechnik: In die Straße werden Metalle eingesetzt, die Magnetfelder aufbauen und den Bussen den Weg weisen. Einen Fahrer benötigt es dennoch, damit selbiger im etwaigen Notfall eingreifen kann. Vorbild in dieser Hinsicht ist das Nachbarland Frankreich, wo seit geraumer Zeit bereits einige Hundert solcher spurgeführten Busse im Einsatz sind.

Auch in Sachen Energie gibt man sich innovativ: Die neuen Busse, knapp 19 Meter lang und jeweils für rund 130 Fahrgäste ausgelegt, werden mit Brennstoffzellen angetrieben, die aus Wasser- und Sauerstoff Strom erzeugen. Der Auspuff "spuckt" lediglich Wasserdampf aus.

Bei der EU hat die Stadt zehn Millionen Euro für das Projekt beantragt - damit könnten die Berliner Verkehrsbetriebe zwei Busse anschaffen. Als Teststrecke steht die Heerstraße zur Diskussion.