Klimaschutzrat

Berlin gründet Expertengremium für Klimaschutz

Diese Woche trat der neu berufene Klimaschutzrat der Hauptstadt zu seiner ersten Sitzung zusammen. Das von Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) einberufene Gremium soll sich unter anderem mit dem Landesenergieprogramm und dem Energiekonzept Berlin 2020 beschäftigen.

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Berlin (red) - Der Gremium besteht aus 16 Vertretern aus Wissenschaft und Energiewirtschaft. Berlins Umweltsenatorin Lompscher erhofft sich von den Experten inbesondere Unterstützung bei der Umsetzung des Landesenergieprogramms zur weiteren Emissionsreduzierung von CO2 und anderen Klimagasen, bei der Erstellung des Energiekonzepts Berlin 2020 und beim Klimafolgenmanagement.

Der Klimaschutzrat löst den bisherigen Energiebeirat ab, dessen Mitgliedern die Senatorin für die geleistete Arbeit nochmals dankt. Der Klimaschutzrat soll als Expertengremium die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz beraten und die Klimaschutzpolitik Berlins aktiv mitgestalten.

Wohnungswirtschaft nicht im Rat vertreten

Die Wohnungswirtschaft der Hauptstadt kritisiert, in dem Rat nicht vertreten zu sein. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) bekräftigt, Milliarden investiert zu haben, um den Energiebedarf der Gebäude zu senken und damit über Erfahrungen und Datenbestände in Sachen energetischer Sanierung verfüge. Daher dürfte die Wohnungswirtschaft in einem solchen Rat nicht fehlen. Zudem kritisiert der BBU, dass mit GASAG und Vattenfall zwei große Energieunternehmen im Rat vertreten seien, denen es "vor allem um Umsätze, nicht um Verbraucherschutz" geht. Die Wohnungsunternehmen seien hingegen mit kostengünstigen Klimaschutzmaßnahmen vertraut.

Mitglieder des Klimaschutzrates sind unter anderem Dr. Klaus Müschen, Abteilungsleiter "Klimaschutz und Energie" im Umweltbundesamt, Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandvorsitzende der Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Ingrid Dannbeck, Marketin-Abteilungsleiterin der GASAG, Dr. Andreas Schnauß von der Abteilungsleiter Asset Management Wärme bei Vattenfall sowie Universitätsprofessoren aus den Bereichen Klima und Erneuerbare Energien.