Übernahme-Poker

Berlikomm hat noch nicht an Versatel verkauft

Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost plant die Berlinwasser Holding den Verkauf des Tochterunternehmens Berlikomm an Versatel. Ein Sprecher wollte dies jedoch nicht bestätigen und bewertete derlei Berichte als "Versuch bestimmter Interessengruppen, auf die Verkaufsverhandlungen von außen Einfluss zu nehmen".

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Die Berliner Telefongesellschaft Berlikomm steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Verkauf. Das Unternehmen der Berlinwasser Holding soll in dieser Woche nach Informationen der Berliner Morgenpost (Donnerstagausgabe) für 39 Millionen Euro an den Stadtnetzbetreiber Versatel gehen.

Der Konkurrent Tropolys wolle im Übernahme-Poker sein Kaufangebot aber noch erhöhen, berichtet das Blatt. Das Angebot des Stadtnetzbetreiber-Verbunds Tropolys hatte angeblich bislang um 20 Prozent unter der 39 Millionen-Offerte des möglichen Favoriten Versatel gelegen. Tropolys biete jetzt eine zweijährige Bestandsgarantie für die 160 Arbeitsplätze an, um doch noch zum Zuge zu kommen. Versatel habe dagegen nur 80 Stellen garantiert, berichtet das Blatt.

Nach Auskunft von Burkhard Woelki, Leiter der Unternehmenskommunikation der Berlinwasser Holding, sei der Morgenpost-Artikel jedoch "fast in jedem Punkt nicht richtig". Woelki bewertete diesen und ähnliche Artikel als Versuch bestimmter Interessengruppen, auf die im Abschluss befindlichen Verkaufsverhandlungen von außen Einfluss zu nehmen. So seien beispielsweise von keinem der genannten Unternehmen irgendwelche Arbeitsplatzzusagen gegeben worden. Welche Interessenten noch im Rennen sind, wollte der Sprecher mit Hinweis auf die üblichen Vertraulichkeitserklärungen nicht mitteilen.