Strommix

Bericht: Ökostrom hängt Braunkohle ab

Die Braunkohle-Förderung ist in Deutschland wieder zurückgegangen und wurde zum ersten Mal vom Strom aus Erneuerbaren überholt. Wie das "Manager Magazin" berichtet, ist auch die Produktion von Steinkohle, Gas und Atomkraft rückläufig.

Regenerative Energien© VRD / Fotolia.com

Berlin/Hamburg (dpa/red) - Die erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr 2014 einem Bericht zufolge erstmals die Braunkohle als wichtigsten Energieträger im deutschen Strommix überholt. Wie die Online-Ausgabe des "Manager Magazins" am Mittwoch meldete, kamen Windkraft, Solar- und Bioenergie sowie Wasserkraft in den vergangenen sechs Monaten auf insgesamt 81,1 Terawattstunden Strom. Bei der Braunkohle betrug die erzeugte Elektrizität dagegen nur 69,7 Terawattstunden, schreibt das Magazin unter Berufung auf Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg.

Konventionelle Produktion geht zurück

Bisher hatte die Braunkohle in Deutschland die Nase vorn, im vorigen Jahr wurde so viel Strom aus dem fossilen Energieträger erzeugt wie seit 1990 nicht mehr. Nun ermittelten die Fraunhofer-Forscher auf Basis von Angaben des Statistischen Bundesamts und der Strombörse EEX zum Teil deutliche Rückgänge aus den konventionellen Kraftwerken, schreibt das "Manager Magazin". Bei der Braunkohle habe das Minus im ersten Halbjahr 4 Prozent, bei der Steinkohle fast elf, bei Atomkraftwerken zwei und bei Gaskraftwerken sogar 25 Prozent betragen.

Förderung wird über Umlage finanziert

Im Rahmen der Ökostromreform (EEG) wird die staatliche Förderung der regenerativen Energien in vielen Bereichen gedrosselt. Ein fester Ausbaukorridor soll außerdem eine Überhitzung des subventionierten Ausbaus verhindern, den Verbraucher und Industrie über die EEG-Umlage mitbezahlen. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) machen Steuern und Abgaben inzwischen 52 Prozent des Strompreises aus.

Quelle: DPA