Im Bundestag

Bericht: Exportanteil der Erneuerbaren gesteigert

Die dena legte kürzlich im Bundestag einen Bericht über Bestand und Handlungsbedarf bei der Förderung des Exports Erneuerbarer-Energien-Technologien vor. Ergebnis: Der Anteil am Gesamtumsatz konnte von 15 Prozent im Jahr 2002 auf 20 Prozent zu Beginn des Jahres 2005 gesteigert werden.

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Berlin (red) - Der Anteil des Exportgeschäfts am Gesamtumsatz der Erneuerbare-Energien-Branche hat in den letzten drei Jahren deutlich zugenommen und lag Anfang dieses Jahres bei über 20 Prozent. Dies geht aus dem Bericht der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) über die Bestandsaufnahme und den Handlungsbedarf bei der Förderung des Exports von Erneuerbare-Energien-Technologien 2003/2004 (Bundestagsdrucksache 15/5938) hervor.

Im Berichtsjahr 2002 habe dieser Anteil noch unter 15 Prozent gelegen. Bevorzugte Exportländer seien Staaten mit gesicherten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, heißt es darin weiter. In Europa seien dies vor allem Spanien, Frankreich und Italien, die durch ihre Förderprogramme und gesetzlichen Regelungen eine sichere Basis für Investitionsentscheidungen darstellten. Andere Länder, die zwar über große Potenziale verfügten, sichere Rahmenbedingungen aber vermissen ließen, würden von den meisten Unternehmen als risikobehaftet wahrgenommen und rückten aufgrund begrenzter finanzieller Ressourcen in der Priorität nach hinten.

Nach Einschätzung der Branchenverbände ist die Finanzierung von Auslandsprojekten das größte Exporthemmnis für die Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche. Die Themen Kapitalbeschaffung und Risikoabsicherung für das Auslandsgeschäft würden als zentrale Probleme wahrgenommen. Dem gegenüber stuften die Unternehmen im Ausland vorwiegend strukturelle Probleme wie bürokratische Hürden und Wettbewerbsverzerrungen als Hemmnisse ein. Weitere Exporthindernisse im Ausland seien der schwierige Kontaktaufbau zu Partnern, Kunden und Mitarbeitern vor Ort und mangelnder Kenntnisstand über die Leistungsfähigkeit der Technologien und die Vorzüge der deutschen Angebote in diesem Bereich.

In dem Bericht stellt die dena aber auch fest, dass die deutsche Branche trotz steigender Exportanteile und guter Erfolge einzelner Teilbranchen noch weit entfernt davon ist, eine Stellung auf internationalen Märkten einzunehmen, die ihrer Leistungsfähigkeit entspricht. Grund dafür sei vor allem die schlechte Vorhersagbarkeit der tatsächlichen Entwicklung ausländischer Märkte. Ob die deutschen Unternehmen ihre Marktchancen nutzen können, hängt laut dena davon ab, ob der heutige Startvorteil gegenüber der sich formierenden Konkurrenz aus anderen Industrienationen gehalten und ausgebaut werden kann.