Einsparungen

Bericht: Bei RWE drohen Arbeitskämpfe

Beim Energieriesen RWE könnte es im Rahmen seiner Sparmaßnamen zu einem harten Arbeitskampf kommen, berichtet das Handelsblatt. Streit herrscht bereits wegen der Zukunft der Gehälter. Zudem plant das Unternehmen, den Vertrag zur Kündigungssicherung nicht weiter zu verlängern.

RWE© RWE AG

Düsseldorf (dpa-AFX/red) - Im Streit um die Zukunft der Gehälter beim Energiekonzern RWE droht einem Pressebericht zufolge ein harter Arbeitskampf. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) hatte in der vergangenen Woche den Gehaltstarifvertrag zum Jahresende gekündigt, zudem läuft ebenfalls zum Jahresende der Vertrag zur Kündigungssicherung bei dem Essener Unternehmen aus. Die Situation sei so schwierig, dass in Konzernkreisen schon mit Streiks gerechnet wird, schreibt das "Handelsblatt".

Jede zehnte Stelle gefährdet

Vorstandschef Peter Terium will den Vertrag zur Kündigungssicherung, der bislang betriebsbedingte Kündigungen ausschloss, nicht verlängern. Stattdessen will das Unternehmen Mitarbeiter beim Wegfall von Arbeitsplätzen auf Basis eines internen Stellenmarkts in anderen Abteilungen unterbringen. Insgesamt will RWE wegen stark schrumpfender Gewinne bis 2016 jede zehnte Stelle streichen. Dem Zeitungsbericht zufolge wird das Sparprogramm "Neo" der Kraftwerkssparte, das die Kosten bisher um jährlich 800 Millionen Euro reduzieren soll, laut Konzernkreisen vermutlich demnächst um 400 Millionen Euro erhöht.