Energieversorgung sichern

Bergbaugewerkschaft unterstützt Tagebaupläne in der Lausitz

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) unterstützt die Pläne von Vattenfall zum Aufschluss weiterer Tagebaue in der Lausitz. Mit dem Vorhaben werde die Braunkohleversorgung für die nächsten 50 Jahre gesichert, sagte der Vize-Bundesvorsitzende der IG BCE, Ulrich Freese.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Von den erforderlichen Umsiedlungen seien insgesamt etwa 1500 Menschen betroffen. Zu DDR-Zeiten sei dagegen die Umsiedlung von jährlich 1000 Menschen einkalkuliert worden, sagte Freese, der dem Aufsichtsrat der Vattenfall Europe Mining AG angehört.

Der Gewerkschafter verwies darauf, dass aus Braunkohle, Steinkohle und Kernkraft etwa 70 Prozent des Stroms produziert würden. "Ich erwarte von den Tagebau-Gegnern aufzuzeigen, wie die herkömmlichen Rohstoffe ersetzt werden können", sagte Freese vor dem Hintergrund einer am Montag beginnenden Volksinitiative gegen neue Tagebaue in der Lausitz. Zugleich versicherte er, dass Vattenfall den Prozess der Kohlendioxidreduzierung fortführen wolle. Schon jetzt werde über die künftige Lagerung und Speicherung des abgeschiedenen CO2 nachgedacht. Untergrundspeicher seien reichlich vorhanden.

Ohne Braunkohle sei die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz nicht denkbar, sagte Freese. Er verwies auf eine Studie, wonach jeder der derzeit 5500 Arbeitsplätze in der Lausitzer Braunkohleindustrie etwa 1,3 Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen nach sich ziehe. Jährlich vergebe Vattenfall mit seinen Partnern Aufträge in Höhe von 435 Millionen Euro an etwa 1100 mittelständische Unternehmen in Brandenburg.